
(Lieselotte Helene Berta Bunnenberg).
* 23.3.1913
in Bremerhaven-Lehe.
† 29.8.1972 in Wien.
Nach Besuch der Schauspielschule Engagement in Zürich. Chansonsängerin am Berliner "Kabarett der Komiker". Wurde weltberühmt durch durch das Soldatenlied "Lili Marlen" (1939). Auch als Schriftstellerin hervorgetreten ("Wie werde ich Haifisch? - Ein heiterer Ratgeber für alle, die Schlager singen, texten oder komponieren wollen.", 1969). Tritt noch heute in vielen Fernsehshows auf. Weitere Titel: "Unter der roten Laterne von St. Pauli", "Blaue Nacht am Hafen", "Ein Schiff wird kommen", neuerdings plattdeutsche Volkslieder. Produzent: Nils Nobach.
Sie
ist in Bremerhaven geboren und immer ein echtes Kind der Waterkant geblieben.
Nach Besuch der Schauspielschule erhielt sie ihr erstes Engagement in Zürich.
Später ging sie nach Berlin, wo sie auch als Chansonsängerin
in dem damals weltberühmten "Kabarett der Komiker" auftrat. Einmal,
schon in den Kriegsjahren, ging eines ihrer Lieder über den Rundfunk
wie andere vorher auch, aber hier war urplötzlich der Volltreffer
einer ganzen Dekade erzielt - sein Titel "Lili Marlen".
Erst nach vielen Jahren konnte Lale
Andersen an die einstige Popularität anknüpfen; mit Aufnahmen
wie "Unter der roten Laterne von St. Pauli", "Blaue Nacht am Hafen" und
"Ein Schiff wird kommen" errang sie das begehrte Plattengold. Die Künstlerin
trat erfolgreich in vielen TV-Shows auf, verfasste Bücher und
wandte sich in den letzten Jahren auch dem plattdeutschen Volkslied zu.
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| A)
Warum hat der Napoleon
B) Madeleine C) In Japan ist alles so klein D) Der Junge an der Reling Ariola E.P. 40 370 (1959) |
A)
Der Junge an der Reling
B) Kleine Möwe flieg nach Helogoland> (Lieselotte Malkowsky) Ariola Sonderauflage 35 697 (1959) |
A)
Lili Marleen
B) Leis' erklingt ein Signal Electrola E 21 187 (1959) |
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| Lili
Marleen E.P.
A) Lili Marleen B) Leis' erklingt ein Signal C) Südwind - Westwind D) Au Revoir Marcel Electrola E 41 211 (1959) |
Lale
Andersen singt plattdeutsche Lieder E.P.
A) Vedder Michel B) Burlala C) Min Jehan D) Dat du min Leevsten büst Electrola E 41 503 (1959) |
A)
Ein Schiff wir kommen
B) Manchmal träum' ich vom Kornfeld Electrola E 21 615 (1960) 1.Cover |
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| A)
Ein Schiff wir kommen
B) Manchmal träum' ich vom Kornfeld Electrola E 21 615 (1960) 2.Cover |
A)
Matrosen aus Pyräus
B) Wenn Du heimkommst Electrola E 21 724 (1960) |
A)
Ein kleiner gold'ner Ring
B) Einmal sehen wir uns wieder Electrola E 21 883 (1961) |
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| A)
Im roten Licht der Hafenbar
B) Weiße Möwe, komm' bald wieder Electrola E 21 961 (1961) |
A)
Leis' erklingt im Park die kleine Nachtmusik
(nach einem Thema von Mozart) B) In unserem Garten blühen Rosen Polydor 24 467 (1961) |
A)
Ich schau' den weißen Wolken nach
B) Fern, so fern von hier (Last Dance) Electrola E 22 140 (1962) |
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| A)
Lili Marleen
B) Blaue Nacht, du blaue Nacht am Hafen Electrola E 22 141 (1962) |
A)
Ein fremder Mann (Stranger on the shore)
B) Ein bißchen Sehnsucht in den Augen Electrola E 22 215 (1962) |
A)
Ich schick' dir eine Prise Sand
B) Abends in Athen Electrola E 22 493 (1963) |
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| A)
Was ist ein Strand ohne Wind und Meer
B) Die kleine Bank im Alsterpark Philips 345 799 PF (1964) |
A)
Die weißen Möwen von Piräus
B) Wenn Du allein zum Hafen gehst Vogue DVS 14 423 (1966) |
A)
Der Weg zum Hafen
B) Alle fahren sie hinaus Electrola E 23 654 (1967) |
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| A)
Lili Marleen
B) Ein Schiff wird kommen Crystal C 006 CRY 45 530 (1981) |
Teer, Tang und Träume sind in dieser Stimme. Aber nicht nur das. Lale Andersen, Seemannstochter von der Waterkant, kommt vom Kabarett.
Im alten "Simpl" zu München
war Lale als lütte Hamburger Deern und Senatorenausgabe von
"Klein-Erna"
zu Füßen von Joachim Ringelnatz, Walter Hillbring und Fred Endrikat
gesessen, mager wie eine Segelstange und weizenblond wie Lilofee. Und hatte
gesungen. Da genügte ein Schal, ein rotes Hütchen, ein Bastkorb,
ein Netz, eine langsame Drehorgelbewegung, um sie wundersam zu verwandeln
und Atmosphäre zu zaubern. Lale Andersen beherrscht die Kunst der
Nuance auf den Millimeter. Die Natur hat sie mit einer Gabe bedacht, die
im deutschen Raume, auch wo sie zum Metier gehört, ausgesprochene
Mangelware ist. Wir meinen Lales beinahe schon gallischen Esprit.
Willi Schaeffers, unvergessener Chef des unvergessenen "Kabarett der Komiker", erkannte als erster die Talente. Die flachshaarige Maid stand auf den Brettern einer literarischen Kleinkunstbühne in Berlin und sang Shanties. Schaeffers holte sie ins "KadeKo". Es folgte die allererste Andersen-Schallplatte: "Der Junge an der Reling".
Der anderen Andersen, der mit dem beinahe schon gallischen Esprit, begegnet man indem Chanson "Warum hat der Napoleon" aus "Napoleon ist an allem schuld", jener gallischen e-sprit-zigen Filmkomödie von Curt Goetz. Oder in der Pariser Miniatur "Madeleine". Beide Lales, die Seemannsgarnspinnerin und die Kabarettistin, treffen sich in dem Song "In Japan ist alles so klein" - von Kurt Tucholsky.
Ich
traf ihn nicht nur einmal. Ich traf ihn oft. Wo immer in den letzten Jahren
ein musikalisches Ereignis in der Luft lag, war auch er: Rolf Liebermann.
Nicht selten hieß das musikalische Erlebnis: Liebermann - so auch
dieses Jahr in Salzburg. Seine Molière-Oper "Schule der Frauen"
war der Höhepunkt der Festspiele. - Meine erste Begegnung mit Liebermann
(von seinen Freunden kurz "Liebi" genannt) hatte ich 1934. Ich spielte
damals als Anfängerin am Zürcher Schauspielhaus. Und wenn es
nichts zu spielen gab sang ich mir Miete, Bücher und Frühstück
in den Kabaretts der Stadt zusammen. An einem solchen Abend fühlte
ich mich, verärgert, in der hingebenden Gestaltung eines Hafenmädchen-Schicksals
gestört. Schuld daran war ein junger Mann, der mit sehr suggestiven
blauen Augen abwechselnd in mein Gesicht und in sein Notenheft starrte.
Später stand er mit einem befreundeten Ehepaar und einem Auto am Bühnenausgang.
"Liebermann" stellte er sich vor und fuhr gleich fort: "Sie essen nicht
genug. Sie sind zu mager. Sie singen auch nicht das Richtige. Auch das
ist zu mager. Wir wollen das sofort ändern! Bei meinen Freunden gibt
es ein gutes Abendessen und von mir zwei Kompositionen für Sie!' Er
spielte mir nicht nur seine erste Brecht Vertonung von Brechts "Ballade
der Hanna Cash" und Ringelnatz' "Sauerampfer" vor, sondern saß volle
fünf Stunden am Klavier. "Musikstudent?" fragte ich. Liebermann, Sohn
eines Zürcher Rechtsanwalts, schnitt eine entrüstete Grimasse.
"Mein gutes Kind", sagte er in der verzeihlichen Arroganz aller Zwanzigjährigen,
"Sie stehen vor einem der größten Schweizer Finanzgenies! Inhaber
der soeben gegründeten X-Y-Z-Compagnie!" Mir imponierte das Finanzgenie
weit weniger als der Musiker. Seiner Umwelt muss es ähnlich ergangen
sein. Die älteren Teilhaber seiner "Compagnie" wurden nämlich
immer reicher - Rolf immer ärmer! Ein Berliner Emigranten-Kabarett,
das er auf mein optimistisches Anraten von Amsterdam nach Zürich holte
und für dessen Gagen er bürgen musste, gab seinem Konto
dann den Rest. Nicht aber seinem Humor und seiner Musikbesessenheit. Er
wurde Assistent bei Scherchen, leitete das große Studio-Orchester
von Radio Beromünster, schrieb seine erste Oper "Leonore 45" und rückte
als moderner Komponist mehr und mehr in den Vordergrund. - Mit Göndi,
seiner reizenden, jungenhaften Frau, ist Rolf Liebermann heute überall
zu Hause, wo Musikbesessenheit, Gastlichkeit und Humor Menschen zusammenführt.
Vielleicht treffen Sie ihn mal?
Geboren
am 23. März 1908 in Bremerhaven.
Gestorben am 29. August 1972 in
Wien.
Wirklicher Name: Liselotte Helene
Andersen.
"Lilli Marlen" und Lale Andersen sind untrennbar miteinander verbunden. "Der Engel der Soldaten" kam im Jahre 1937 ins Showgeschäft und machte ein Jahr später die ersten Plattenaufnahmen. Es waren die deutschen Soldaten, die das Lied "Lili Marlen" anfänglich sangen. Das Naziregime ärgerte sich jedoch darüber und verhängte ein Verbot über Lale Andersen. Sie durfte das Lied in der Öffentlichkeit nicht mehr zu Gehör bringen. Was natürlich die Alliierten veranlasste es nun sofort überall zu singen - und so tritt "Lili Marlen" ihre Reise um die Welt an. Soldaten auf beiden Seiten der Front sangen das gleiche Lied. Eine legendäre Aufnahme, von der Millionen und Millionen verkauft werden. Hunderte von Künstlern haben es später aufgenommen. Nach dem Krieg wünschte man, endlich das Gesicht der Sängerin zu sehen, deren Name durch die Platte unsterblich geworden war.
Lale Andersen sollte ihre erfolgreiche Karriere nach dem Krieg auch wiederaufnehmen und mit mehreren Schlagern die Spitze der Hitlisten erreichen. Denken wir an "Blue Hawaii oder "Südwind, Westwind" oder "El Paso" und natürlich "Ein Schiff wird kommen", wovon sie eine Million Exemplare verkaufen konnte. "Matrosen aus Pyräus" und "Wenn du heimkommst" waren Titel, die in den sechziger Jahren noch die Hitlisten eroberten. 1967 nahm LaIe mit einer Tournee, die unter dem Titel "Goodbye Memories" über die Bühne ging, Abschied von den Brettern, die die Welt bedeuten und von ihrem Publikum, das ihr 30 Jahre lang treu geblieben war. Die Erinnerung an Lale sollte in vielen Menschen wach bleiben. 1969 nahm die "Times" sie in ihre Liste der meistbekannten Personen des 20. Jahrhunderts auf.
LP's - auf Elektrola:
Goodbye Memories; Lale Andersen
singt Lieder von der Waterkant; Lale Andersen - Portrait in Musik: Mein
Leben, meine Lieder, Lale Andersen - die großen Erfolge von Gestern
(Ariola).
